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NRW-Preis an Godelheimer Waldgenossenschaft

 Pressemitteilung vom 4. November 2021 der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

NRW-Preis für vorbildliche Waldwirtschaft – 2021 

Waldgenossenschaft Godelheim ausgezeichnet 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) würdigte die Waldentwicklung und Bewirtschaftung des Gemeinschaftswaldes der Waldgenossenschaft Godelheim (bei Höxter)) und überreichte im Landtag in Düsseldorf den unter der Schirmherrschaft von Umweltministerin Ursula Heine-Esser stehenden „NRW-Preis für vorbildliche Waldwirtschaft 2021“ an den Genossenschaftsvorsitzenden Wilfried Kirchhoff. 

„Das Beispiel der Waldgenossenschaft Godelheim hat landesweite Vorbildfunktion und ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie über einen Zeitraum von fast 200 Jahren eine standortangepasste, naturnahe und verantwortungsvolle Waldwirtschaft praktiziert werden kann“ erläuterte die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse die Intention dieser Auszeichnung. Als Schirmherrin gratulierte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser der SDW zu dieser Wahl, denn die Wälder der Waldgenossenschaft Godelheim seien ein sehr gutes Beispiel auch für die In-Wertsetzung von Ökosystemdienstleistungen des Waldes – die Wiederbewaldung von Sonderstandorten wurde zum Teil auch über Kompensationsmaßnahmen finanziert. „Die Waldgenossen haben schon immer ganz bewusst auf standortgerechte Mischwälder gesetzt, diese Weitsicht zahlt sich jetzt aus, auch in der aktuellen Waldkrise“, ergänzte Roland Schockemöhle, Leiter des Regionalforstamtes Hochstift. 

“Die Arbeit der Waldgenossenschaft Godelheim ist ein hervorragendes Beispiel für Generationensolidarität und gelebte Zukunftsverantwortung. Mit großer Weitsicht haben die Mitglieder der Genossenschaft zum Wohle der heimischen Natur stets auf Nachhaltigkeit und Beständigkeit gesetzt, anstatt auf vermeintlich schnelle Gewinne. Diese Tugenden, die als typisch westfälisch gelten, haben sich einmal mehr als lohnenswert erwiesen” so das Fazit von Landrat Michael Stickeln, der in Düsseldorf die Laudatio hielt. 

Die Waldgenossenschaft Godelheim gibt es seit dem Jahr 1829. Heute tragen rund 60 Anteilseigner die Verantwortung für den rund 200 Hektar großen, laubholzdominierten Gemeinschaftswald, der von Wald und Holz NRW von Revierförster Eckhard Rottmann vom Regionalforstamt Hochstift seit Jahrzehnten betreut wird. Baumartenzusammensetzung und Waldstrukturen dokumentieren eine standortgerechte, naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung. Hauptbaumart mit einem Flächenanteil von über 65% ist die Buche. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen diese Wälder behutsam in strukturierte Mischbestände überführt werden. 

Der gesamte Genossenschaftswald unterliegt naturschutzfachlichen Restriktionen (FFH, NSG, § 30 Biotope). Es handelt sich zumeist um alte, autochthone Buchenwälder in Mischung mit Edellaubholz und Lärche. 

Foto (v.l.): Marie-Luise Fasse (SDW-Vorsitzende), Hubert Kaiser (Umweltministerium, Abteilungsleiter Forsten-Naturschutz), Wilfried Kirchhoff (Vorsitzender Waldgenossenschaft Godelheim), Revierförster Eckhard Rottmann, Landrat Michael Stickeln, Landtagspräsident Andre Kuper 

Foto: Gerhard Naendrup 

 

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